Juli

Ist das Kunst – oder Prävention?
Wohlwollend betrachtet Ludwig Sauter seine bunte Hauswand. „Wirklich gute Arbeit!“, denkt er.
„Na, wissen Sie schon, wie sie es wieder weg kriegen?“, reißt ihn jemand aus seinen Gedanken.
„Wie bitte?“
„Das Graffiti! Wissen Sie schon, wie sie es wieder weg kriegen?“
„Warum sollte ich es entfernen lassen? Mir gefällt‘s. Ist doch viel schöner als so eine eintönige Fassade“, sagt Sauter, immer noch zur Hauswand blickend. Dann wendet er sich seinem Gesprächspartner zu: „Übrigens heißt es ,das Graffito‘! ,Graffiti‘ ist Mehrzahl, und ,Graffitis‘ gibt‘s gar nicht!“
„Mir doch egal!“, kontert sein Gegenüber „Für mich sind das alles Schmierereien. Hässlich und illegal!“

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Die Prävention illegaler Graffiti beschäftigt den Präventionsrat beinah von Beginn an. Maßgeblich sind zwei Aspekte: Sachbeschädigungen durch Farbschmierereien und Graffiti soll ebenso wie der Kriminalisierung Jugendlicher vorgebeugt werden. Im Laufe der Jahre konnten zahlreiche Kooperationen geschaffen werden, dank derer unter anderem die Zahl legaler Flächen deutlich gestiegen ist. Im Rahmen der „Graffiti-Werkstatt“ wurde das Projekt „BrückenKunst“ auf den Weg gebracht. Hier geht es um die Gestaltung von Brückenpfeilern, die seit 2017 sehr gut angenommen wird. Nicht nur von Sprayer*innen, sondern auch von den Bürger*innen.

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