Juni

Ausgetrickst
Paul Leiterbach hat einiges mitgemacht in seinem Leben, aber so einen Telefonanruf hatte er bisher noch nie. „Hier ist die Polizei. In ihrer Nachbarschaft sind Betrüger unterwegs, die es darauf abgesehen haben, Rentner um ihr Erspartes zu bringen“, hatte der freundliche Mann gesagt, und er solle doch alles Bargeld sammeln, das er im Haus habe. Ein Kollege würde dann vorbeikommen, das Geld entgegennehmen und sicher verwahren.
„Ganz schön raffiniert“, denkt Paul Leiterbach. „Aber nicht raffiniert genug. Um mich reinzulegen, müsst ihr euch schon mehr anstrengen“.

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Viele ältere Menschen fürchten sich davor, Opfer einer Straftat zu werden. Obwohl das deutlich seltener der Fall ist als bei jüngeren Menschen, trauen sich manche nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf die Straße und verzichten sogar auf den Besuch von Freunden, Theater, Kino, Sport etc. Dieser Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben kann bis zur sozialen Isolation führen. 
Die Engagierten des Arbeitskreises (AK) Senioren und Seniorinnen beschäftigen sich mit der Sicherheitslage älterer Menschen ebenso wie mit dem Sicherheitsempfinden.
Eines der vom AK unterstützten Projekte ist „Sicherheitsbeauftragte für Senior*innen“. Hierbei lassen sich Senior*innen (Mitglieder des AK, aber auch zahlreiche außerhalb des AK engagierte Senior*innen) von der Polizei qualifizieren, um anschließend das Wissen an Gleichaltrige weitergeben zu können.

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