Stadtteilrundgänge


Stadtteilrundgang Dietrichsfeld, Foto: Carsten Lienemann

Der Arbeitskreis Kriminalprävention des Präventionsrates Oldenburg lädt Bürger*innen in unregelmäßigen Abständen zu Spaziergängen in ihren Stadtteilen ein.

In diesen Spaziergängen werden beliebte und weniger beliebte Orte aufgesucht. Währenddessen können die Teilnehmenden zeigen, wo sie sich wohl oder unwohl oder unsicher fühlen.

„Deutlich wird dabei, dass das subjektive Sicherheitsgefühl selten mit der objektiven Sicherheitslage zusammen passt“, so Melanie Blinzler. Da das Gefühl von Sicherheit und Unsicherheit Auswirkungen auf die Lebensqualität hat, hat sich der Arbeitskreis Kriminalprävention mit der Idee der Stadtteilrundgänge die Aufgabe gesetzt, im direkten Kontakt zu der Bevölkerung das Thema zu bearbeiten.
 

Sicherheitsberater*innen für Senior*innen

Bereits im Jahre 2001 ging es dem Präventionsrat, der Polizei und der Seniorenvertretung in Oldenburg darum, Wege zu finden, das Sicherheitsgefühl der Seniorinnen und Senioren auf verschiedenen Feldern zu stärken.

Es entstand das Projekt „Sicherheitsberater*innen für Senior*innen“, kurz „SfS“ genannt.

Die Sicherheitsberater*innen für Senior*innen werden durch Fachleute des Präventionsrates und der Polizei in verschiedenen Präventionsbereichen (Kriminalprävention, Verkehrssicherheit etc.) ausgebildet. 

Die SfS'ler stehen für die Umsetzung der Ziele:
  • Stärkung des objektiven Sicherheitsgefühls der Seniorinnen und Senioren
  • Unnötige Ängste sollen durch Gespräche ausgeräumt werden
  • Abbau der ständig wachsenden Isolation älterer Mitbürger
  • Verbesserung des Vorbeugungsbewusstseins innerhalb der älteren Generation
  • Abbau von Schwellenängsten zur Polizei
  • Weitergabe von Informationen der Polizei und der Vorbeugungsbroschüren der Polizeilichen Kriminalprävention in den eigenen Seniorenkreisen
So haben die „SfS'ler“ einen erheblichen Anteil an der Verbesserung des Vorbeugungsbewusstseins innerhalb der älteren Generation. Die Konzeption basiert auf dem Multiplikatorensystem. Jeder kann „SfS'ler“ werden, vorausgesetzt, er/sie gehört einem Seniorenkreis an, in dem die erhaltenen Informationen weitergeben werden können. Die Tätigkeit ist freiwillig, selbstbestimmend, politisch neutral, nicht kommerziell und natürlich ehrenamtlich.