AK Zivilcourage

Allgemeine Ziele und Grundsätze

Zivilcourage ist eines der Kernthemen der kommunalen Präventionsarbeit, so auch im Präventionsrat Oldenburg (PRO)!

Ziel ist es, möglichst viele Bürger/innen in Oldenburg über den Stellenwert von zivilcouragiertem Verhalten zu informieren und darüber hinaus Impulse dafür zu setzen, sich entsprechend verhalten zu wollen und zu können.

Oftmals herrscht jedoch Unsicherheit, wie man wirkungsvoll eingreifen kann, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Deshalb wurden sechs eingängige, praktische Regeln für mehr Sicherheit entwickelt, die jeder anwenden kann.

  1. Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
  2. Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
  3. Ich beobachte genau und präge mir Täter-Merkmale ein.
  4. Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110.
  5. Ich kümmere mich um Opfer.
  6. Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.
Gefordert ist nicht Heldentum! Vielmehr genügen schon Kleinigkeiten, um eine große Wirkung erzeugen zu können. Manchmal reicht es bereits, das Handy zu benutzen und Hilfe zu holen oder weitere Passanten um Unterstützung zu bitten. Schon heute schreiten Bürger/innen immer wieder couragiert und beherzt in brenzligen Situationen ein. Damit verhindern sie Schlimmeres oder tragen entscheidend dazu bei, eine Tat aufzuklären. Dies ist umso erfreulicher, da bekanntlich eine Haltung des Wegschauens den idealen Nährboden für kriminelle Machenschaften bereitet. Deshalb müssen die Möglichkeiten der Bürger/innen, Hilfe zu leisten, noch gezielter genutzt und die Bereitschaft dafür ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Vor diesem Hintergrund lautet das Leitbild des PRO: „Schau hin! Sag was! Tu was!" Projekte und Veranstaltungen Der Präventionsrat Oldenburg hat seit 2003 sechsmal den „Preis für Zivilcourage“ verliehen. Bei dieser Kooperationsveranstaltung mit der NWZ, der Polizeiinspektion Oldenburg Stadt/ Ammerland sowie jeweils einem Unternehmen der Stadt, das als Sponsor auftritt, werden Menschen ausgezeichnet, die beispielhaft gehandelt haben und dadurch andere Menschen vor (größerem) Schaden bewahrt haben. Das Projekt Rettungsring richtet sich an Gewerbetreibende und Institutionen im gesamten Stadtgebiet. Ein Aufkleber, der gut sichtbar im Eingangsbereich angebracht wird, weist Bürger/innen darauf hin, dass sie an diesen Stellen Hilfe erhalten, wenn sie in Bedrängnis geraten. Wer sich dem Rettungsring anschließt, erhält Informationen zu Notrufnummern und auch die Standorte vorhandener Defibrillatoren in Oldenburg (also auch dem nächst gelegenen). Zorro ist ein Projekt, das sich an einzelne Personen wendet. Wer sich entscheidet, bewusst hinzuschauen und zu reagieren, kann dies durch einen Button erkennbar machen. Der Button dient als Ausgangspunkt für das Thema, zum Weitersagen, zum „Werben“ für zivilcouragiertes Verhalten. Lesung zum Thema Zivilcourage mit anschließender Podiumsdiskussion aus dem Buch "Glückskind" von Steven Uhly am 13.10.2015. 10. Oldenburger Präventionstages am am 12.11.2015. Zusammensetzung des AK Zivilcourage
  • AK-Leitung: Uwe Rempel, Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland
  • Andrea König-Auge, Staatsanwaltschaft Oldenburg
  • Carsten Lienemann, Ganz-Oldenburg.de
  • Dr. Heiner Bögemann, Oberlandesgericht Oldenburg
  • Dr. Horst Freels, Amtsgericht Oldenburg
  • Ferdinand Zuppke, Weißer Ring Oldenburg
  • Gisela E. Haseleu, Pädagogin
  • Hermann Lampen, Bundespolizei
  • Petra Klein, Weißer Ring Oldenburg
  • Thomas Korten, Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland
Bei Rückfragen oder weiterem Interesse an der Arbeit des AK wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle des PRO Tel.: 0441/235 3611, E-Mail: praeventionsrat@stadt-oldenburg.de

Lesung

Veranstaltung des AK Zivilcourage am 27.September 2018

Am Donnerstag, dem 27. September fanden sich über 50 Besucher*innen im Elisabeth-Anna-Palais ein, um Eckhard Wache beim Lesen zu lauschen. Er las aus "Wut ist ein Geschenk" von Arun Gandhi. Der Enkel Mahatma Gandhis erzählt in seinem Werk auf anschauliche Weise von seinen Erfahrungen mit seinem Großvater. Kurz vor der Unabhängigkeit Indiens verbrachte er zwei Jahre bei ihm im Ashram, reiste mit ihm, lernte seine Lektionen. 
Im Anschluss gab es eine moderierte Gesprächsrunde, bei der viele Themen aufkamen. Moderiert wurde das Gespräch von Uwe Rempel (Leiter des AK Zivilcourage), Eckhard Wache (Vorstandsvorsitzender vom PRO), Melanie Blinzler (Geschäftsführerin des PRO) und Sabine von Rothkirch, die als berufliche und berufene Schauspielerin ihrer Begeisterung für das Thema viel Ausdruck verlieh. Auch Joseph Pohlschneider, stellvertretender Leiter des Sozialgerichts, engagierte sich sowohl in der Vorbereitung der Lesung wie auch innerhalb der Anmoderation.
Die interessierten Besucher*innen fragten sich vor allem, was es braucht, um Zivilcourage zeigen zu können, ob immer Mut dazugehört, welche Entwicklung dies voraussetzt und ob unsere Gesellschaft uns mit allem unterstützt, um  nach dem Ideal des zivilcouragierten Bürgers zu streben. Viele erzählten von ihren persönlichen Geschichten, aus ihrer Perspektive heraus.
Unter den Besucher*innen war auch eine AG der IGS Kreyenbrück, die sich mit Diskriminierung und Zivilcourage beschäftigt. Auch die Schüler*innen gaben interessante Denkanstöße zum Thema Miteinander, Mut und Möglichkeit. 
Eine rundum gelungene Veranstaltung, wir möchten auf jeden Fall eine Fortsetzung! Wer Fragen oder Anregungen zum Thema hat, meldet sich gern in der Geschäftsstelle des PRO.
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