Die Unterschiede in der Nutzung des Internet brachte der Medienpädagoge Jens Wiemken so auf den Punkt: „Während einige am Strand stehen und mit den Füßen mal ins Wasser gehen, befinden sich andere tief unten im Wasser, tauchend auf der Suche nach Korallenriffen und anderen Entdeckungen. Andere schwimmen bereits im Meer, tauchen aber nicht tief herab.“

Altersspezifische Nutzungsweisen sind mit diesem Bild gut umschrieben. 

Laut der BITKOMStudie „Jung und vernetzt“ aus dem Jahr 2014 sind bereits Kinder unter 10 Jahren online. Dabei steht die Unterhaltung im Vordergrund. Mit circa 12 Jahren, z.T. früher, werden die sozialen Netzwerke genutzt. Austausch  mit Gleichaltrigen, Interessenbekundungen, das Erstellen und Teilen eigener Inhalte ermöglicht neue Erfahrungen und Perspektiven. Nicht immer sind diese positiv. Etwa ein Drittel der Jugendlichen bis 18 Jahre werden Opfer von Cybermobbing, Beleidigungen, Bildern von Gewalt und Pornographie sowie weiteren negativen Konsequenzen.

Schutz davor bieten aufgeklärte Eltern und Ansprechpartner*innen, die als Vertrauenspersonen beratend zur Verfügung stehen. An dieser Stelle bietet der Präventionsrat Oldenburg in loser Folge Informationsabende und Aufklärung, um die Begleit-Kompetenzen in der Mediennutzung zu stärken.

Die Generation 50plus wird ihrerseits zur Zielgruppe von Angeboten der Prävention. Die Verbindung über das Web hilft, soziale Isolation zu überwinden und den Kontakt zu Familie und Freunden aufrechtzuerhalten. Um hier negative Erfahrungen zu vermeiden und den sicheren Umgang mit persönlichen Daten sowie das Wissen um schädliche Webseiten zu erhöhen, bedarf es eigener Angebote.

Bei Hass im Netz gilt die Idee des PRO "Schau hin! Sag was! Tu was!" auch online. Darum setzt sich der PRO auch für Zivilcourage im Internet ein.