Glückwunsch der Vorstandsvorsitzenden des Landespräventionsrat Niedersachsen Ute Haas

Bildrechte: Ute Haas

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Ein Jubiläum in Zeiten von Covid-19.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Präventionsengagierte und Unterstützer*innen des Präventionsrat Oldenburg,

Es ist eine besondere Freude für mich als Vorsitzende des Landespräventionsrats Niedersachsen einem Mitglied der ersten Stunde, dem Präventionsrat Oldenburg, zu seinem 20jährigen Bestehen gratulieren zu dürfen! 

20 Jahre Präventionsarbeit in Oldenburg bedeuten 20 Jahre diskutieren, streiten, zuhören, beharrlich sein, Leidenschaft für das Thema, Glaube an gutes Gelingen und die Gewissheit, dass Prävention nur gemeinschaftlich als Aufgabe für die Gesellschaft bewerkstelligt werden kann! 20 Jahre Präven-tionsrat Oldenburg bedeuten aber auch Zuversicht in die Kraft jedes Einzelnen und Offenheit für Ideen, Konzepte und neue Themen! 

Dieses besondere Jubiläum des PRO und meine Gratulation erfolgen in einer sehr besonderen und berührenden Zeit – die Welt sieht sich mit dem Corona-Virus einer Gefahr ausgesetzt, die es zu zivilen Zeiten seit der Spanischen Grippe 1918 so nicht mehr gegeben hat. CORVID-19 zeigt nicht nur wirtschaftlich und technologisch hoch ausgereiften Gesellschaften, sondern allen Menschen, ihre Verwundbarkeit und Verletzlichkeit auf – einfach so, ungefragt, über uns hereingebrochen ohne Vorwarnung und ohne Vorbereitung! Von daher ist mit Fug und Recht von einer Krisenzeit zu sprechen! Dabei lohnt es sich, die Definition des Begriffes genauer zu betrachten. Krisen sind Unsi-cherheitslagen, die unser gewohntes Handlungsrepertoire in Frage stellen und neue Umgehenswei-sen zur Bewältigung herausfordern. Krisen können ganz unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, und viele Menschen reagieren mit Furcht und Angst. Diese Emotionen drücken sich auf unter-schiedliche Art und Weise in unserem Verhalten aus und können neben Aggressionen, Wut und abweichendem Verhalten sehr nützliche Formen der Bewältigung hervorrufen, wie sich in einer aktuell großen Hilfsbereitschaft und damit im bürgerschaftlichen Engagement vieler Menschen zeigt. 

Je engagierter, sozialer und hilfsbereiter Gesellschaftssysteme bislang miteinander funktioniert ha-ben, so gut ausgestattet sind sie mit Bewältigungsstrategien. Und da wären wir beim 20jährigen Jubiläum des Präventionsrats Oldenburg, der seit seinem Bestehen ein unglaubliches Engagement für Oldenburg und für ein friedliches, solidarisches und demokratisches Miteinander an den Tag gelegt hat! Allein ein Blick auf die Homepage des PRO zeigt, dass die Bündelung von aktuellen Themenfeldern eine hohe Effizienz aufzeigt. Im Zentrum der Arbeit des PRO steht das bürger-schaftliche Engagement als gesamtgesellschaftlicher Ansatz. Diese Haltung demonstriert die Er-kenntnis, dass es einer ganzen Gemeinschaft bedarf, um gesellschaftliche Anliegen verbessern zu können und zeugt gleichzeitig von hoher Wertschätzung und Achtung dem Einzelnen gegenüber. Ein Blick in den Newsletter des PRO und in die Rubrik „Demokratie und Prävention“ offenbart dabei die ganze Palette an Aktivitäten und Arbeitskreisen (aktuell sind das: häusliche Gewalt, Me-dien, Zivilcourage, Religionen, Senior*innen, Kriminalprävention, Graffiti, Schule, Sport), getragen vom Leitbild des PRO „Eine ganze Stadt macht Prävention“.  

Um all‘ den Herausforderungen hochqualitativer Präventionsarbeit, wie sie in Oldenburg gelebt wird, gerecht werden zu können, müssen Engagement und bürgerschaftliche Unterstützung auch personell unterfüttert werden, ganz im Sinne des LPR-Leitbildes, dass wir nicht an der Prävention sparen sollten, sondern durch Prävention. Die Stadt Oldenburg hat mit ihrer personellen Ausstattung gezeigt, dass ihr die Prävention viel wert ist und auch damit Haltung bewiesen!

Überhaupt zieht sich der Begriff der Haltung als Grundgedanke wie ein roter Faden durch die Ar-beit des PRO und hätte im März mit einer Lesung aus dem Buch von Anja Reschke "Haltung zei-gen!" eine besondere Würdigung erfahren. Die aufrechte Haltung, körperlich wie geistig, ist das Thema in Anja Reschkes Buch und entspricht damit den Leitlinien des Präventionsrats Oldenburg. CORVID-19 hat die Lesung aufgeschoben, das Engagement für die Prävention in Oldenburg kann dadurch jedoch nicht beeinträchtigt werden!

In diesem Sinne freue ich mich, dem Präventionsrat Oldenburg und all’ denen, die ihn tragen und verkörpern, auch im Namen meiner Vorstandskolleginnen und –kollegen, ganz herzlich zum Jubi-läum gratulieren zu dürfen und weiterhin Mut, Kraft und Beharrlichkeit für diese wertvolle Arbeit zu wünschen! 

Herzlichst,

 

Vorstandsvorsitzende des Landespräventionsrat Niedersachsen