
Lokalomat für Oldenburg
Der Oldenburger Lokalomat wurde anlässlich der Kommunalwahl am 13. September 2026 entwickelt, um Bürgerinnen und Bürger bei der Information über kommunalpolitische Themen und der Vorbereitung ihrer Wahlentscheidung zu unterstützen.
Der Lokalomat ermöglichte es, die eigenen politischen Positionen mit den Standpunkten der zur Wahl antretenden Parteien und Wählergemeinschaften in Oldenburg zu vergleichen. Ziel war es, das Interesse an Kommunalpolitik zu stärken und insbesondere junge Menschen, Erstwählende und Zugezogene für die lokale Demokratie zu sensibilisieren. Dabei gab der Lokalomat keine Wahlempfehlung ab, sondern förderte die eigenständige Meinungsbildung.
Die Grundlage des Lokalomaten bildeten 34 Thesen zu unterschiedlichen kommunalpolitischen Themen. Diese wurden von Oldenburger Vereinen, Initiativen, Organisationen und Schulen eingereicht und vom Organisationsteam gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ausgewertet. Ziel war es, ein möglichst breites Spektrum politischer Positionen abzubilden. Alle Parteien, Wählergemeinschaften und Einzelkandidierenden wurden zur Beteiligung eingeladen. Insgesamt reichten 13 von 15 angeschriebenen Akteuren Stellungnahmen und Begründungen zu den Thesen ein. Für die Inhalte ihrer Antworten waren die jeweiligen Akteure selbst verantwortlich.
Ein weiterer Bestandteil des Projekts war die Möglichkeit, die Nutzung des Lokalomaten mit einem wissenschaftlichen Forschungsvorhaben zu verbinden. In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft „Digital Social Science“ der Universität Oldenburg konnten Nutzerinnen und Nutzer freiwillig der anonymisierten Erfassung ihrer Angaben, etwa zum früheren Wahlverhalten und Alter, sowie ihrer Positionen zu den Thesen zustimmen. Die erhobenen Daten sollen dazu beitragen, die bislang wenig erforschte kommunale Wahlforschung zu stärken und Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche lokalpolitischen Themen die Bevölkerung besonders bewegen und welche Faktoren ihre politischen Positionen beeinflussen.
Der Lokalomat entstand im Rahmen der Demokratie-Werkstatt der Partnerschaften für Demokratie und wurde von engagierten Bürgerinnen und Bürgern mit wissenschaftlicher Unterstützung der Universität Oldenburg umgesetzt. Das Projekt verband politische Bildung, digitale Beteiligungsmöglichkeiten und wissenschaftliche Forschung und leistete damit einen Beitrag zur Stärkung demokratischer Teilhabe auf kommunaler Ebene.
Ein besonderer Dank gilt allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den beteiligten Vereinen, Initiativen, Schulen und Institutionen, die durch ihre Beiträge und Unterstützung die Umsetzung des Projekts ermöglicht haben.





