Fair kann mehr

Ziel des Projekts "Fair kann mehr!" ist die Sicherung und Ausweitung der Wirksamkeit von Mediationsprojekten, die durch die vom Präventionsrat Oldenburg (PRO) geförderte Ausbildung von SchulmediatorInnen in zahlreichen Schulen der Stadt Oldenburg angestoßen wurde. Es geht darum, den Nutzen zu verstärken, den Schulen aus dem Verfahren der Mediation und der Kompetenz der ausgebildeten SchulmediatorInnen angesichts aktueller Aufgaben- und Problemstellungen ziehen zu können und dafür das Bewusstsein zu wecken.

Mediation ist mehr als ein Verfahren zur einvernehmlichen Streitbeilegung durch eine neutrale dritte Person. Mediation kann u. a. auch:

- Teil eines Mobbing-Präventionskonzepts sein

- Bestandteil eines schulischen Beschwerdemanagements bilden

- zum Auf- und Ausbau der Beratungskompetenz in der Schule dienen

- Ausgangspunkt des Aufbaus einer neuen konstruktiven Streitkultur in der Schule sein

Über so genannte "schulübergreifende Unterstützungsleistungen" steht allen Oldenburger Schulen, an denen ausgebildete SchulmediatorInnen tätig sind, die Unterstützung der nachhaltigen Mediationsarbeit durch das Projekt "Fair kann mehr" offen.

Fair kann mehr entwickelt sich weiter

Seit zehn Jahren trägt der Präventionsrat mit seiner Arbeit zur Gewaltprävention an Schulen bei. In dieser Zeit haben sich außerdem immer wieder Unternehmen in Oldenburg bereit erklärt, die Kosten für die Ausbildung von Lehrkräften zu Schulmediatoren zu übernehmen. So konnten bereits mehr als 80 Lehrkräfte an fast allen Oldenburger Schulen ausgebildet werden. Sie arbeiten in der Konfliktschlichtung und bilden ihrerseits Schüler zu Streitschlichtern aus.

Zum wiederholten Male engagiert sich auch die Sparda Bank finanziell in der Gewaltprävention. Markus Fettback, Filialleiter in Oldenburg, überreichte heute 3.000,-€ für die Weiterentwicklung der Schulmediation.

Scheckübergabe 

v. l.: Cordula Seeber, Wolfgang Schoedel, Markus Fettback, Ulrike Heinrichs, Paul-Willem Schläfke

Es sei „nur folgerichtig, nach den ersten Unterstützungen auch die Weiterentwicklung des Konzepts mit zu tragen und die damit nötige Kontinuität in die Gewaltprävention in Oldenburg zu bringen“, so Herr Fettback. Zudem werde „mit dem Angebot an Schulen ein großer Kreis Jugendlicher erreicht, was ebenfalls eine Förderung sinnvoll macht.“

Mit den Kooperationspartnern Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ) und dem Verein  Brückenschlag wurde mit „Fair kann mehr“ ein Konzept erarbeitet, dass zweierlei Herausforderungen aufgreift: Zum einen haben sich mit den Medien Internet und Handy neue Formen der Gewaltausübung entwickelt, auf die reagiert werden muss (Stichworte: „Cybermobbing“, „Happy-Slapping“, Terror per Handy). Zum anderen hat sich gezeigt, dass eine konsequente und kontinuierliche Einbindung von Mediationsverfahren wichtig ist, um das Schulklima insgesamt positiv zu beeinflussen.

Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen bekräftigen die Schulen, die Sponsoren und der Präventionsrat, dass sie ihre gemeinsamen Aktivitäten zur Prävention von Gewalt und zur Stärkung eines positiven Schulklimas auch künftig fortsetzen werden.

Unterzeichnung der Vereinbarung
v. l.: Wolfgang Schoedel, Markus Fettback, Cordula Seeber, Ulrike Heinrichs, Paul-Willem Schläfke

Schulleiter Paul-Willem Schläfke von der Oberschule Alexanderstraße, an der seit acht Jahren Lehrkräfte zu Mediatoren ausgebildet werden, weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Initiative des PRO eine wichtige Ergänzung zur universitären Ausbildung der Lehrkräfte darstellt. „Viele Konfliktfälle landen gar nicht mehr bei mir, sondern können bereits im Vorfeld von den Betroffenen bearbeitet werden“, so Schläfke. Diese Entlastung sei eine dringend nötige angesichts des gewachsenen Aufgabenfeldes von Schulleitern. Diese Erfahrung bestätigt auch Cordula Seeber, Leiterin der Grundschule Krusenbusch: In der Grundschule werden „dank der Schülerstreitschlichter-Ausbildung die Kinder früh in die Selbständigkeit geschickt.“ Zugleich wurde deutlich, dass „Prävention auch Geld kostet. Und dieses Geld muss irgendwo herkommen.“ In diesem Sinne tut die Verbindung von Schulen, verantwortungsbewussten Unternehmern und Präventionsrat der Gewaltprävention in Oldenburg nachhaltig gut.

 
An dem Projekt interessierte Oldenburger Schulen können sich an das Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ) wenden und sich nach den Bedingungen für die Teilnahme erkundigen.

Der Präventionsrat sucht noch weitere Sponsoren, damit möglichst viele Schulen unterstützt werden können.

Informationen zum Konzept "Fair kann mehr" finden Sie auch im Faltblatt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ulrike Heinrichs, Leiterin des OFZ
ofz@uni-oldenburg.de bzw. 0441-7983036

oder Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des PRO
praeventionsrat@stadt-oldenburg.de bzw. 0441-2353611

 
Presse
Ganz-Oldenburg.de berichtete am 26.01.2012 von der Scheckübergabe und der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.
NWZ vom 26.01.2012.
Sonntagszeitung vom 28.01.2012.
 
 
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